Heutiges Kulturdenkmal


Das Ensemble der behutsam modernisierten Mannschafts-, Leutnants- und anderen Offiziersbaracken der Jahrhundertwende wurde 1996 als weithin einzigartiges Kulturdenkmal unter besonderen Schutz gestellt.



2003 kam das ehem. Proviantamt mit bedeutsamem, historischem Technologie-Inventar hinzu. Eine Perle des Alten Lagers ist die 1897 entstandene Offiziersspeiseanstalt,


die heute für Veranstaltungen genutzt wird.

Der Truppenübungsplatz Münsingen wurde im Jahre 2005 geschlossen und ist jetzt Zentrum des Biosphärengebietes Schwäbische Alb, welches von der UNESCO anerkannt wurde. Später wurde der gesamte TrÜbPl unter Denkmalschutz gestellt.



Im Jahre 2010 wurde der Gutsbezirk Münsingen aufgelöst.

Das Gelände des ehem. Remontedepot Breithülen wurde 2011 vom TrÜbPl separiert und der Gemeinde Heroldstadt, Landkreis Ulm übergeben - außer dem Bereich auf dem sich die beiden Munitionslager befanden. Dieser wurde der Gemeinde Justingen zugeschlagen. 

Anschließend  wurde das Remontedepot an eine Feldstettener Schuhfabrik verkauft.

Außerhalb des Alten Lagers auf dem TrÜbPl befinden sich drei Friedhöfe für Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und Kriegstote des I. und II. Weltkrieges, welche für Besucher frei zugänglich sind.

Diese spiegeln eindrücklich die jüngere, deutsche Geschichte wieder ... ( mehr erfahren )

Gründung des TrÜbPl Msg

Der TrÜbPl Msg ... ( TrÜbPl Bildergallerie ) wurde 1895 für das XIII. Königlich Württembergisches Armee-Korps gegründet. Damals wurden auch drei Artillerie-Beobachtungstürme gebaut ... ( mehr erfahren ). Das XIII. Königlich Württembergische Armee-Korps wurde 1871 nach Abschluss der Militärkonvention des Königreichs Württemberg mit dem Norddeutschen Bund aus den württembergischen Truppen aufgestellt. Diese blieben in ihrer Zusammensetzung und Struktur unverändert.


Es war somit ein württembergischer Großverband der Armee des Deutschen Kaiserreiches, der im ganzen Königreich Württemberg stationiert und der VI. Armee-Inspektion unterstellt war. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war es der 6. Armee unterstellt.

Zur Unterscheidung von Truppenteilen anderer deutscher Staaten erhielten die württembergischen Regimenter am 2. Oktober 1871 den entsprechenden Zusatz: „... württembergisches ... Regiment“.


Am 18. Dezember 1871 erhielten alle württembergischen Regimenter zusätzliche Nummern. Diese entsprachen der fortlaufenden Nummerierung aller Regimenter des deutschen Bundesheeres, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einem der Kontingente.

Die württembergischen Infanterieregimenter erhielten die Nummern 119 bis 126, die Kavallerieregi-menter die Nummern 19 und 20 sowie 25 und 26 und die Artillerieregimenter die Nummern 26 und 27.

Sie erhielten am 14. Dezember 1874 die Namen in der endgültigen Schreibweise und Nummerierung:

„ ... (x. Württembergisches) Nr. x“.

Häufige Schreibweisen waren auch: „... (x. Württemb.) Nr. x“ oder „... (x. Württ.) Nr. x“.#


Im Deutsch-Französischen Krieg gab es ein XIII. Armeekorps, bestehend aus der 17. und 22. Division. Dieser Verband diente erst zur Sicherung der Küste gegen eine befürchtete Landung französischer Einheiten, wurde aber schon kurz nach Kriegsbeginn nach Lothringen verlegt. Die Einheit erreichte am 1. September 1870 Metz und kämpfte später als Armeegruppe des Großherzogs gegen die französische Loirearmee unter anderem bei Loigny und Poupry, Orléans, Beaugency und Le Mans. Kommandeur war bis 1871 Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin.




Geschichtliche Nutzung in %